Christian Hain wurde am 7. Oktober 1963 in Unna / Westfalen

geboren. Schon in jungen Jahren entdeckte er als Autodidakt die

Liebe zur Malerei.

Von 1996 bis 1999 absolvierte er die humanistisch ausgerichtete

Ausbildung in Klientenzentrierter Kunsttherapie nach Carl Rogers

am Ausbildungsinstitut für Psychotherapie (AKP) in Frankfurt am

Main. Dort festigte sich sein Menschenbild, das getragen ist vom Streben nach Menschlichkeit, Echtheit, Wertschätzung und

Empathie.

Sowohl die hauptberufliche Tätigkeit als Krankenpfleger,

zunächst in der Intensivmedizin, später in der Dialyse, als auch

der ehrenamtliche Dienst im Hospiz konfrontieren ihn täglich mit

der Lebenswirklichkeit und den großen existenziellen Fragen.

Dem harten und mitunter belastenden Alltag in der Klinik setzt er

nicht nur seine Malerei sondern auch seine Nebentätigkeit in der

Statisterie des Wiesbadener Staatstheaters entgegen. Auf diese

Weise gelingt es ihm, sowohl die Schwere und Tiefe des Seins als

auch seine Leichtigkeit der Illusionen zu leben und die

verschiedenen Facetten seiner Persönlichkeit und seiner

Kreativität, wie er es gerne ausdrückt, zu bespielen.

Mit seiner Kunst will er weniger Antworten auf die großen Fragen geben als vielmehr Möglichkeiten schaffen, die Welt und das

Leben auf neue Weise zu betrachten, es neu zu komponieren, um kompensieren zu können was nicht zu verändern ist. Seine erste

Ausstellung trug daher den Titel: Von der Komposition zur Kompensation.

Die großformatigen Bilder sind handwerklich sorgfältig gestaltet und entstehen aus einer Mischung von Inspiration und Intuition.

Seine bevorzugten Materialien sind Acrylfarben, Lacke und Pastellkreide. In filigraner Arbeit setzt er Akzente mit Tusche, die

dann als eine Art Erkennungszeichen in Form eines Schachbrettmusters all seine großflächigen Malaktivitäten

durchziehen. Auch Materialien wie Gold, Rost oder Grünspan kommen mit einem ganzen Repertoire an Techniken, wie

Installationen oder eigens entwickelte Spritz- und Spachtelarbeiten zum Einsatz.

Inspiriert von Robert Mangold, nach dem die hohe Kunst darin besteht, lebenslang sein Thema zu verfolgen und sich darin

kreativ weiter zu entwickeln, ist auch bei Christian Hain von seinen Anfängen bis in die Gegenwart eine kontinuierliche

Weiterentwicklung in seinem Thema Komposition und Kompensation deutlich erkennbar. Nach zunächst eher zarter

Farbgebung macht inzwischen ein wahrer Farbenrausch seine Bilder einzigartig. Über die Jahre sind manche Werkgruppen von

Bildern entstanden wie beispielsweise „Verbindung schaffen“, „Ruhepunkte“ oder aber auch ganz aktuell „Leben ; Rund“.

Daneben entstanden Deckeninstallationen wie „Prämolarfantasien“.

Würde man einen Vergleich in der Musik suchen, so wäre es am ehesten Richard Strauss, der einerseits in dem klangfarblich

brachialen Ausbruch in Elektra bis an die Grenzen der Tonalität geht und später in Salome geschmeidigere Klänge anschlägt bis

hin zum heiteren, beschwinglichen und sinnlichen Rosenkavalier.

Eine ähnliche Vielfalt findet man in der Malerei von Christian Hain, die in ihrer Wucht beängstigen und in ihrer Zartheit

verführen kann. Zwischen diesen beiden Extremen ist alles möglich. Der Schauende erlebt beim Betrachten seiner Bilder,

dass er sich kaum dem Sog der Farbenwelten entziehen kann, die, wie auch immer, in jedem Fall emotionale Vibrationen erzeugen.

Vita

 

Christian Hain

 

1963  geboren am 7. Oktober in Unna, Westfalen

1984  Krankenpflege- Examen

1985  Beginn der autodidaktischen Malerei  zur

          Kompensation der Arbeit

1990  Ausstellung von Gemälden

          Galerie Wutzke, Koblenz

1991   Fachexamen für Anästhesie und Intensivmedizin, Koblenz

1996  Aufnahme einer dreijährigen Weiterbildung in klientenzentrierter

          Kunsttherapie (n. Carl Rogers) am Ausbildungsinstitut für

          klientenzentrierter Psychotherapie (AKP) Frankfut am Main

1997   Eintritt in die Ateliergemeinschaft, Mainz Layenhof

          Einzelausstellungen:

          " Über die Komposition zur Kompensation "

          in der Tunnel-Galerie der Dr. Horst-Schmidt-Kliniken GmbH,

          Wiesbaden.

1998  Gemeinschaftsausstellung:

          Mit den TeilnehmernInnen des AKP- Instituts im Wilhelm-Kempf-Haus, Wiesbaden-Naurod

1998  Einzelausstellung:

          " Kunst in der onkologischen Tagesklinik "

          der Dr. Horst-Schmidt-Kliniken GmbH, Wiesbaden.

1999  Austellung von Gemälden

          Galerie Lautner Mainz, Augustinerstrasse

          Zweite Gemeinschaftsausstellung mit den TeilnehmerInnen ders AKP- Instituts im Wilhelm-Kempf-Haus.

1999  bis 2000 Ausstellung in der Strahlentherapie des Josef-Hospital, Wiesbaden.          

1999  Beendigung der Ausbildung zum Kunsttherapeuten mit Zertifikat.

2000 Einzelausstellung:

           " Begegnung auf einem langen Weg "

           Tunnel-Galerie der HSK Wiesbaden.

2001   Dauerwechselausstellung in den Räumen der Strahlentherapie im

           Josef-Hospital, Wiesbaden. Prof. Dr. med. Prott.

2002  Atelierwechsel nach Wiesbaden-Bierstadt.

2008  Verlegung meines Atelies nach Wiebaden, Oranienstrasse 22

2009   Ausstellung "Ruhepunkte " in der Tunnel-Galerie der HSK Wiesbaden.

2010   Zahlreiche Auftragsarbeiten entstanden.

2011    Ausstellung von Gemälden

           Galerie Santa Clara, Wiesbaden. 

2012-2015 Ausstellung einzelner Exponate in verschiedenen öffentlichen Räumen.

2016   Ausstellung "Stille die ich meine" in der Ev. Kirche St. Peter auf dem Berg,

           Taunusstein-Bleidenstadt.

2016   Tatorte Kunst 2016 in Wiesbaden.

2017   Oktober / Tatorte Kunst 2017 in Wiesbaden.

2017/18   November-Januar 2018 / Ausstellung im Hospiz Ferrutius Taunusstein-Bleidenstadt

2018   Dauerausstellung 55543 Bad Kreuznach Mühlenstrasse 47, KfH Dialysezentrum

            

 

 

 Christian Hain

 

lebt und arbeitet in seinem Atelier in Wiesbaden.

 

Oranienstrasse 22       65185 Wiesbaden    Tel.: Mobil  0172 67 13 594   Festnetz: 0611 37 57 97 1